„Schlaraffenland ist abgebrannt!“ Oder wie schöpfe ich aus Krisen neue Kraft?

Wir deuten unser Leben aus unseren familiär und kulturell geprägten Hintergründen. Wir erzählen ständig Geschichten. Gerade aber die Sachen, die wir uns selbst erzählen, sind so entscheidend. Dieser innere Dialog formt unsere Identität und unser Leben. Da werden Sätze und Bilder repetiert und verankert, die unser Handeln beeinflussen.

Aber unser Leben bewegt sich nun mal zwischen den Parametern von Leid und Liebe. Schmerzen und Konflikte sind nicht nur der Ausnahmefall, sondern der Regelfall. Tun wir also nicht so. Jeder kommt mal dran. Wir können uns nicht mehr durch den Reisbrei ins Schlaraffenland durchfressen. Der Mythos ist mittlerweile ausgeträumt.

Aber wie verarbeiten wir die unangenehmen Zeiten? Wie lernen wir, aus diesen schweren Erfahrungen neue Kraft, neue Hoffnung und neuen Mut zu schöpfen? Wie werden wir sprachfähig und integrieren gerade diese Erfahrungen und starten durch zu neuer Schaffenskraft und Vitalität?

Winston Churchill konnte nicht nur Reden halten und Geschichten erzählen, sondern buchstäblich „ein Lied davon singen“. Er hat uns einen Satz, mehr noch einen „Segen“ mitgegeben, der nicht am Strand von Acapulco aus einer Ferienlaune heraus formuliert wurde, sondern in einer globalen Krise des letzten Jahrhunderts, die unsere (Ur-)Grossmütter und -väter hautnah durchlebt und durchlitten haben.

may-the-pain-you-have-known-and-the-conflict-you-have-experienced-give-you-the-strength-to-walk-quote-1http://www.picturequotes.com/may-the-pain-you-have-known-and-the-conflict-you-have-experienced-give-you-the-strength-to-walk-quote-481994