When you change the way you look at things, the things began to change

In diesem Video wird erzählt, wie es gelingt, die Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Von allen Seiten. Reframing pur! Dazu braucht es Mut und eine Sicht auf die Lebenswirklichkeit, die nicht den Tunnelblick bisheriger Erfahrungen und Deutungen beibehält. Das ganze Leben ist von unternehmerischem Handeln geprägt. Wir müssen immer wieder ins Risiko gehen. Die Komplexität und Dynamik unseres Lebens fordert uns heraus. Wir sollen gute „Kybernetiker“ sein. Führungskräfte, die im persönlichen, im familiären aber auch im öffentlichen und beruflichen Umfeld kluge Entscheidungen treffen.

When you change the way you look at things, the things began to change

 

Der „Happiness Calender“ Juli 2018

Während meiner Ausbildung in einer Suchttherapieklinik hat in einer Gruppentherapiesitzung ein Patient über sein Leben, seine Stimmung und seinen Gesundheitszustand geklagt. Darauf fragte mein Lehrtherapeut: „Was tun Sie denn dafür, dass es ihnen schlecht geht?“ Ich war wie elektrisiert! So eine komische Frage hatte ich bis dahin noch nie gehört. Aber seit dem klingt diese Frage immer wieder nach.

Als Kontrastmittel und paradoxe Intervention ist die oben erwähnte Frage hervorragend geeignet, aber jetzt drehen wir den Spiess mal herum und denken darüber nach, was wir konkret dafür tun können, dass es uns gut geht.

Das Greater Good Science Center der University of Berkley bringt für jeden Monat einen Happiness Calender raus. Vielleicht gerade in der Sommerferienzeit eine schöne Inspiration: Hier der Link:

Happiness Calender https://greatergood.berkeley.edu/images/uploads/July_2018_Calendar.pdf

Berkley

So wird das vermeintliche Scheitern zur persönlichen „Schatztruhe“

Wir neigen dazu unser Leben aus der Mangel- und Verlustperspektive zu deuten und zu bewerten. Es wäre an der Zeit den Schmerz zu verlassen, aber… . Aber stellen Sie sich doch mal die Frage, wo das hinführt? Man kann sich auch in der Negativität „suhlen“. Wir können vieles nicht ändern, vor allem nicht das Vergangene! Und die Zeit vergeht, die Minuten verrinnen, die Tage verstreichen und so bleiben wir an der Vergangenheit haften und klagen über das Verlorene, Erlittene und Nichtgewagte.

Das vermeintliche Scheitern wird zur persönlichen „Schatztruhe“

Phil Hansen zeigt einen Weg aus dem Schmerz. Er hat die Begrenzung überwunden und die Chance zu einer neuen Kreativität und Schaffenskraft erkannt und genutzt. Das vermeintliche Scheitern wird zur „Schatztruhe“, zur Ressource und letztlich zum Weg in eine neue Lebensaufgabe. „Embrace the shake“! Schauen Sie sich die 27 Jahre Arbeitslager von Nelson Mandela an. Diese Erfahrung war die Vorbereitungszeit für seine Lebensaufgabe. Wer sonst  hätte Südafrika friedlich aus der Apartheit führen können? Dazu gehört allerdings die Entscheidung, nicht in die Bitterkeit, zu gehen, sondern anzuerkennen, was ist, zu vergeben (auch sich selbst!) , loszulassen und sich für neue Wege zu öffnen: Und dann gelingt es: „From Limitation to Liberation“!

 

The Power of Focus: „energy flows where attention goes.“

„Es reicht nicht, ich habe es dir gleich gesagt!“ Zu wenig, zu hässlich, zu spät, zu dumm, zu langsam,  usw. . Wer kennt diese äusseren und inneren Kritiker nicht? Wenn Kritik nicht von unseren Mitmenschen kommt, machen wir uns oft selbst fertig. Und natürlich stehen wir von klein auf im Wettbewerb! Wer etwas anderes behauptet, steht in der Gefahr als Romantiker beschimpft zu werden, der den Blick für die Realitäten des Lebens verloren hat. Aber eben gerade dies passiert ja in dem Moment, wenn ich in die Falle des Mangeldenkens tappe. Meine Wahrnehmung wird auf das fokussiert, man könnte sagen verkrümmt, und bildet nicht mehr die ganze Realität ab. Es kommt dazu, dass es nur noch darum geht, Fehler zu vermeiden und nach Sicherheiten zu suchen. Es wird nichts mehr gewagt. Letztlich wird der Wettbewerb nicht mehr angenommen, geschweige denn gesucht.

In einem Coachinggespräch mit einem jungen Mann, stelle ich ihm die Frage: „Wann sind Sie eigentlich das letzte mal gelobt worden?“ Er schaut mich ganz entsetzt an und sagt: „Hören Sie bloss auf, meine Mutter hat mich heute Morgen verflucht“.

Wie denken wir eigentlich über andere, unsere Ehepartner, Kinder, Eltern, Kollegen, Vorgesetzten, Mitarbeiter,…Politiker. An vielen Stellen herrscht ein Denken und eine Sprache, die den anderen verdammt, verflucht oder richtet. In den Kantinen wird gejammert, gelästert und geflucht. Man gönnt dem anderen noch nicht mal den kleinsten Erfolg.

Beim Blick auf sich selbst geht das gleiche Spielchen ab. Manche nennen das dann das Streben nach „Excellence“. Die eigenen, inneren Antreiber können aber auch das Leben zur Hölle machen. Was rauskommt sind Menschen, Familien und Betriebe in denen das pure Mangeldenken regiert. Defizite werden fokussiert und kritisiert. Manche brechen unter dem oft selbst gemachten Druck zusammen, Abteilungen verlieren in dieser Athmosphäre ihre Produktivität und ganze Betriebe ihre Innovationskraft.

Produktivität, Innovationskraft und Vitalität fallen aber auch nicht einfach vom Himmel. Manche Kritik wirkt eben wie ein „Fluch“, der blockiert und die Luft zum Atmen nimmt, denn „energy flows where attention goes.“

„Im Danken kommt Neues ins Leben“! Diesen Satz habe ich vor vielen Jahren in einer sehr herausfordernden Situation von einem meiner Mentoren gehört. Und je länger je mehr bin ich davon überzeugt, dass es wirklich stimmt. Für viele verfahrene Situationen steckt in diesem Satz ein erster Schritt zur Lösung! Bitterkeit, Selbstmitleid oder auch dieses atemlose Getriebensein verlieren an Macht, wenn sich unsere Wahrnehmung weitet. Manchmal brauchen wir dazu ein Gegenüber, das uns „den Kopf wieder gerade setzt“. Motive und Einstellungen werden offensichtlich, wenn man gesagt bekommt, wie man wirkt. Wir sind die eigenen „Antreiber im Hamsterrad“ ohne Richtung und Ziel.

Es reicht! Also raus aus dem Hamsterrad! Hier nun die Richtung und das Ziel für die nächste Woche: Ich nehme mir jeden Tag 5 Minuten Zeit und schreibe mir auf, wofür ich dankbar bin – ohne Zensur. Was habe ich gut gemacht? Was ist mir gelungen? Was habe ich mir gegönnt?

Zum Einstieg, um in einen anderen Modus zu kommen, hilft vielleicht der folgende Film:

Thanksgiving: „Gratitude works“

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– denn auf einem bitteren Boden kann nichts wachsen.

Es ist so, dass Undankbarkeit und Bitterkeit alle Vitalität und Kreativität blockieren und ein aufrechtes und erfülltes Leben verhindern können. Hier ein Buchtipp von Robert A. Emmons, Ph.D., einem der Experten zum Thema „Dankbarkeit“:

What can we do right now?

Robert A. Emmons, Ph.D., is the world’s leading scientific expert on gratitude. He writes there are 10 ways we can become more Grateful:

1. Keep a Gratitude Journal. Establish a daily practice in which you remind yourself of the gifts, grace, benefits, and good things you enjoy. Setting aside time on a daily basis to recall moments of gratitude associated with ordinary events, your personal attributes, or valued people in your life gives you the potential to interweave a sustainable life theme of gratefulness.

2. Remember the Bad. To be grateful in your current state, it is helpful to remember the hard times that you once experienced. When you remember how difficult life used to be and how far you have come, you set up an explicit contrast in your mind, and this contrast is fertile ground for gratefulness.

3. Ask Yourself Three Questions. Utilize the meditation technique known as Naikan, which involves reflecting on three questions: “What have I received from __?”, “What have I given to __?”, and “What troubles and difficulty have I caused?”

4. Learn Prayers of Gratitude. In many spiritual traditions, prayers of gratitude are considered to be the most powerful form of prayer, because through these prayers people recognize the ultimate source of all they are and all they will ever be.

5. Come to Your Senses.
Through our senses—the ability to touch, see, smell, taste, and hear—we gain an appreciation of what it means to be human and of what an incredible miracle it is to be alive. Seen through the lens of gratitude, the human body is not only a miraculous construction, but also a gift.

6. Use Visual Reminders. Because the two primary obstacles to gratefulness are forgetfulness and a lack of mindful awareness, visual reminders can serve as cues to trigger thoughts of gratitude. Often times, the best visual reminders are other people.

7. Make a Vow to Practice Gratitude. Research shows that making an oath to perform a behavior increases the likelihood that the action will be executed. Therefore, write your own gratitude vow, which could be as simple as “I vow to count my blessings each day,” and post it somewhere where you will be reminded of it every day.

8. Watch your Language. Grateful people have a particular linguistic style that uses the language of gifts, givers, blessings, blessed, fortune, fortunate, and abundance. In gratitude, you should not focus on how inherently good you are, but rather on the inherently good things that others have done on your behalf.

9. Go Through the Motions. If you go through grateful motions, the emotion of gratitude should be triggered. Grateful motions include smiling, saying thank you, and writing letters of gratitude.

10. Think Outside the Box. If you want to make the most out of opportunities to flex your gratitude muscles, you must creatively look for new situations and circumstances in which to feel grateful.